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ISDN

Integrated Services Digital Network.
ISDN ist ein digitales Telefon- und Datennetz, das seinerzeit als Erweiterung und Alternative zur Analogen Technologie eingesetzt wurde. Im Gegensatz zum analogen Telefonnetz können mit ISDN Telefonate und Datenübertragungen für Bildtelefon, Fax, Datendienste, Dateitransfer, Vernetzung usw. digital abgewickelt werden. Sie bietet damit im Vergleich zum analogen Telefonnetz einen weitaus größeren Funktionsumfang, bessere Übertragungsqualitäten und einfachere Übergänge zu digital arbeitenden Geräten.

Während mit einem analogen Telefonnetz Übertragungsraten von bis zu 56 KBit/s möglich sind, sind es mit ISDN geringfügig mehr, nämlich nur 64 KBit/s. Allerdings können bei ISDN zwei Kanäle gleichzeitig für die Datenübertragung genutzt werden, so dass man eine maximale Geschwindigkeit von bis zu 128 KBit/s erreichen kann.

Im Vergleich zu heutigen Technologien wie DSL, UMTS oder WiMAX ist ISDN eine überholte und überteuerte Technologie, die eigentlich nur noch von Endverbrauchern in Anspruch genommen wird, die nicht auf die vorgenannten Technologien zurückgreifen wollen oder können. UMTS bietet mit seiner Erweiterung HSDPA beispielsweise heute schon (2007) bis zu 7,2 MBit/s; bei WiMAX sind vergleichbare Geschwindigkeiten möglich. Bei DSL sind heute bereits Geschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s möglich (VDSL), üblicherweise werden derzeit aber 6 MBit/s bei DSL, 16 MBit/s bei ADSL2+ und 25 MBit/s bei VDSL angeboten

ADSL

Asymmetric Digital Subscriber Line
Spricht man im Internet von DSL, so ist zumeist "ADSL" gemeint, das heißt eine asymmetrische Übertragung der Daten von und ins Internet. Asymmetrisch deshalb, weil die Abfrage der Daten aus dem Internet (Download) zumeist wesentlich schneller erfolgt als das Senden von Daten ins Internet (Upload). Nicht selten bieten DSL-Provider Zugänge mit einer Geschwindigkeit von 2048 KBit/s im Download bzw. 196 KBit/s im Upload an. Ein anderes Verhältnis wäre beispielsweise 6144 KBit/s im Download bzw. 384 KBit/s im Upload.

Das Gegenstück zu ADSL wäre SDSL (Symmetrisch) bei dem sowohl die Downloadraten als auch Uploadraten gleich hoch sind. Während ADSL zumeist von Privatpersonen genutzt wird, kommt SDSL zumeist bei Firmenkunden zum Einsatz.

VOIP


Voice over IP (Internet-Telefonie).
Internet-Telefonie ist die Übertragung der Sprache über das Internet bzw. das Internet Protokoll (IP). Die israelische Firma VocalTec war 1995 die erste, die das Internet als Transportmedium für die Telefonie nutzte.

Beim Telefonieren über das Internet werden Sprachsignale nicht nur über Telefonleitungen übermittelt, sondern in digitalen Datenpaketen über das Internet verschickt.

Hierbei gibt es verschiedene Möglichkeiten für Telefonverbindungen:
- von PC zu PC,
- vom PC zum Telefon und umgekehrt
- oder über das Internet von Telefon zu Telefon.

Treffen die IP-Pakete beim Angerufenen ein, werden sie, je nach verwendeter VoIP-Variante, entweder von Schnittstellen zwischen dem konventionellen Telefonnetz und dem Internet (Gateways) oder von dem angewählten Rechner weiterverarbeitet. Die ankommenden Signale werden dekomprimiert, analogisiert und in hörbare Sprache umgewandelt.

Die benötigte Rechenleistung der Computer für die Internettelefonie entspricht der Größe zum klassischen Internet-Surfen. Als Hardware-Zubehör benötigt man für den Rechner eine Vollduplex-Soundkarte und ein so genanntes "Headset", eine Verbindung von Kopfhörer und Mikrofon.

Wenn der Anwender in sein Mikrofon spricht, verwandelt die Soundkarte das gesprochene Wort in digitale Datenpakete, die statt über die normalen Telefonleitungen durch das Internet verschickt werden.
Empfehlenswert ist ein DSL-Anschluss oder eine Standleitung, da damit bisher die besten Resultate bezüglich der Qualität der Verbindungen erzielt werden.

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